Als Projektleiter und -initiator möchte ich mich hier vorstellen

Mein Name ist Kisso Amadou DIALL. Ich stamme aus dem westafrikanischen Staat Mali und lebe seit 1974 in Deutschland.

Der Nachname DIALL, bzw. DIALLO genannt, ist ein in Mali oder genauer gesagt in Westafrika sehr geläufiger Name. Er kann bezüglich der Häufigkeit seines Vorkommens mit den hiesigen Namen Meier, Müller oder Schmidt verglichen werden.

Nachdem ich mein Medizinstudium in der ehemaligen UdSSR abgeschlosssen hatte, kam ich als junger Arzt 1974 nach Deutschland und begann nach einem halbjährigen Sprachkurs in Deutsch, den ich in Schwäbisch - Hall absolvierte, meine berufliche Laufbahn in Paderborn, setzte sie dann in Rheda - Wiedenbrück und schließlich in Bielefeld fort.

Nach 10 Jahren Tätigkeit in den Kliniken der o.g. Orte (die Ausbildung umfasste Innere Medizin, Allgemein- und Unfallchirurgie, Pathologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie Anästhesie) ließ ich mich im Februar 1984 in Oelde, Stadtteil Stromberg, dem Heimatort meiner deutschen Frau, als praktischer Arzt und Hausarzt nieder. Meine Frau und ich haben zwei erwachsene Töchter, die inzwischen ihre jeweiligen Studien abgeschlossen haben. Die Ältere arbeitet als Kunsthistorikerin in Berlin. Die Jüngere ist in Vaters Fußstapfen getreten und hat ihre Laufbahn als mit magna cum laude promovierte Ärztin in einem Wiesbadener Krankenhaus begonnen.

Zur Vorgeschichte des Projektes:
Mir ist es von jeher ein inneres Bedürfnis gewesen, mich für schwächere Mitmenschen einzusetzen und sie in Schutz zu nehmen. Dieser Grundsatz erstreckt sich auch speziell auf meinen Arztberuf, denn besonders in ihm möchte ich allen Leuten helfen, die meiner Hilfe bedürfen. Auch ist es mir wichtig in Harmonie mit meinen Mitmenschen zu leben.
Aus diesem Grundanliegen heraus habe ich im Laufe der Jahrzehnte stets einen beachtlichen Teil meines verdienten Geldes Bedürftigen in Afrika, vorwiegend sehr armen Menschen zukommen lassen.

Meine Familie in Deutschland, aber auch Familienmitglieder in Afrika unterstützen mich dabei ungemein! Ohne alle diese wären weder das Koumaga-Projekt noch ich das, was ich heute bin.

Im beruflichen Alltag ist meine Frau mit ihrem unglaublichen Organisations- und Improvisationstalent eine unverzichtbare Hilfe. Sie hat alle organisatorischen Fäden in der Hand und hält mir auf diese Weise den Rücken frei, so dass ich mich dem Wesentlichen in meiner ärztlichen Tätigkeit mit Leib und Seele widmen kann.
Unsere beiden Töchter, Kristina und Alexandra sind mein ganz Stolz, so wie es wohl jeder andere Vater auch von sich behaupten wird. Wir alle leben harmonisch zusammen und können uns wohl auch eine sehr tierliebe Familie nennen, denn viele Jahre teilten zwei Hunde, Filo und Berry, unser Leben.

Als Hobby haben wir das gemeinsame Musizieren entdeckt. Alexandra spielt Trompete und Geige, Kristina und ich musizieren am Klavier und darüber hinaus spiele ich auch Gitarre.

Nicht selten bekommen wir Besuch von meiner großen Verwandtschaft aus Mali. Fast alle sind hier in Deutschland gewesen: der Universitätsdozent Hamady, der Geschäftsmann, Modibo, der Botschafter Boubacar, die Apotheker Moussa und Mahmoudou, sowie die Tierärztin Aissata, um nur einige von ihnen zu nennen. Ausnahmslos waren alle angetan von der Gastfreundschaft und Fürsorge meiner deutschen Familie ihnen gegenüber.

Seit nunmehr 7 Jahren betreuen wir das Projekt im kleinen Dorf Koumaga in meinem Heimatland Mali, Westafrika. Zu diesem Dorf habe ich eine ganz besonders enge Beziehung, denn hier verbrachte ich einen für mich sehr bedeutsamen Teil meiner Kindheit. Heute ist Koumaga noch immer ein kleines Dorf, das ohne Elektrizität und bis vor 4 Jahren auch noch ohne eigene Wasserversorgung geblieben ist.
Wasser aber ist, das wissen wir alle, lebensnotwendig für das tägliche Leben; -in Westafrika nicht anders als hierzulande.

In den letzten Jahren hat es in Koumaga fast nicht geregnet, von daher mussten die Dorfbewohner viele Kilometer zurücklegen, um das notwendig Nass für ihre Familie zu holen. Sie trugen es auf dem Kopf nach Hause. Das war sehr anstrengend, zeitraubend und mit großen Umständen verbunden, die für uns alle hier unvorstellbar sind.

Da ich, wie schon erwähnt, wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit in Koumaga habe und noch immer Kontakt zu den Menschen dort pflege, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Leute dort dauerhaft zu unterstützen.

Durch Gespräche mit dem Dorfvorsteher erfuhr ich, dass der Bau eines stabilen Brunnens aus Beton von größter Wichtigkeit sei. Die bisherige traditionelle Bauweise von Brunnen aus Lehm ist anfällig gegen Witterungseinflüsse, von daher instabil und folglich gefährlich. In der Tat ist es des Öfteren zum Zusammenbruch des Brunnenträgers gekommen, bei dem es Verletzte und sogar Tote gab. Auf Grund dieser Berichte beschloss ich, geleitet von dem Sprichwort -"Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern"- Spenden zu sammeln, um mit deren Hilfe einen stabilen Brunnen aus Beton bauen zu lassen.
Tatsächlich! Viele Menschen unterstützen mich seitdem bereitwillig dabei mit ihren Spenden. Ganz herzlich möchte ich mich bei ihnen an dieser Stelle für ihr treues Engagement bedanken. Nur auf diese Weise konnte der erste Brunnen aus Beton fertiggestellt werden. Die Menschen in Koumaga sind überglücklich, denn seitdem müssen sie nur noch wenige 100 Meter weit zurücklegen, um an frisches Trinkwasser zu gelangen.

Familie, Beruf, Freizeit und Hobbies...

Ein Beruf, der einer Berufung gleicht
Duo
Trio, Dad ist ist voller Stolz!
Filo_klein_ 1992
Das Familienmitglied Berry
Mein Harem Sie lieben sich unzertrennlich, heiss und innig.
Sie lieben sich heiss und innig